Xi’an richtig kennenlernen

Die meisten Touristen kommen nach Xi’an, um die Terrakotta-Armee zu besichtigen. Die archäologische Sensation ist sicherlich einen Besuch wert, doch wenn man schon mal in der Xi‘an ist, sollte man auch einen Blick in die Stadt werfen. Dafür braucht man ungefähr einen Nachmittag und Abend.

Was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist das muslimische Viertel. Es beginnt direkt neben dem Trommelturm von Xi’an und besteht aus einem einzigen riesigen Markt rund um die 1250 Jahre alte Moschee. Heute leben noch knapp 60.000 der Hui-Minderheit Muslime in Xi’an. In jeder Straße sind hunderte von verschiedenen Ständen und Geschäften. Jedes verkauft exotische Waren und man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Es sind viele Menschen unterwegs, es geht laut und hektisch zu und immer wieder fahren Motorräder und Autos unter lautem Hupen durch. Wenn man sich satt (bzw. hungrig) gesehen hat, empfiehlt es sich in eine der zahlreichen Nudelküchen einzukehren. Die Köche schlagen den Nudelteig direkt an der Straße und die Gäste können in Ruhe dabei zusehen, wie ihre Nudeln frisch gemacht werden. Nun gilt es nur noch ein Hindernis zu überwinden: Wie bekommt man die rutschigen Nudeln mit den Stäbchen in den Mund? 😉

Unser Besuch im Muslimischen Viertel

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Wenn es langsam dunkel wird, sollte man sich vom muslimischen Viertel Richtung Süden zur Stadtmauer aufmachen. Sie wurde im 14. Jahrhundert errichtet und ist die einzige vollständig erhaltene Stadtmauer in China. Sie ist 13,6 km langt und ungefähr 12 Meter hoch wie breit (oben). In jeder Himmelsrichtung hat sie in Tor durch das man früher nur mit einer Zugbrücke kam. Die Stadtmauer ist besonders in der Dunkelheit ein echtes Erlebnis, wenn die Lampions angeschaltet werden und die vielen kleinen Türmchen auf der Mauer beleuchtet sind. Während die meisten Tore gegen Abend schließen, macht das Südtor eine Ausnahme und bleibt bis 22 Uhr offen.  Oben auf der Mauer kann man sich Fahrräder mieten und die gesamte Mauer damit umfahren (Dauer ca. 1,5 – 2 Stunden).

Unser Besuch auf der Mauer

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Geheimtipps für Beijing

Geheimtipps für Beijing

Beijing hat eine große Anzahl von Sehenswürdigkeiten angefangen bei der Verbotenen Stadt über die große Mauer und den Sommerpalast bis hin zum Himmelstempel und es gibt noch so viele mehr. Heute möchte ich zwei „Sehenswürdigkeiten“ in Beijing vorstellen, die nicht als solche in den Reiseführern gekennzeichnet sind, wenn sie denn drin stehen.

Zum einen sollte man in Beijing der Gui Jie einen Besuch abstatten. Diese Straße ist eine der meist fotografierten und im Sommer tobt das Leben dort abends. Hunderte von Restaurants reihen sich aneinander. Am besten versucht man einen Platz auf einer Terrasse zu ergattern und kann so dem Beijinger Nachtleben zuschauen, während man die leckersten Gerichte genießt. Eine Spezialität dort ist der Chilli-Lobster, aber es gibt auch viele andere Gerichte.

Die Straße ist auch unter dem Namen „Ghost Street“ bekannt. Früher war die Straße voller roter Lampions und es hieß: Je röter die Lampions, desto schärfer das Essen. Leider untersagt eine neue Richtlinie der Stadt diese Beleuchtung. Ehemals fand ein Markt auf der Straße statt, auf dem Lebensmittel, Gemüse und Obst verkauft wurden und zwar nachts. Beleuchtet wurden die Waren nur vom schwachen Schein der Kerosinlampen der Händler. Aus dem englischen Begriff „Ghost Street“ machten die Chinesen „Gui Jie“.

Wo: Guijie (鬼街): Dongchengqu, Dongzhimen Nei Dajie (东城区, 东直门内大街)

Bericht zu unserem ersten Besuch der Gui Jie „So scharf!“

Bericht zu unserem zweiten Besuch „Wie sagt man ‚Saft‘?“

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Ein weiterer Tipp sind die Hutongs. Die meisten Reiseführer erwähnen sie zwar, aber war man nicht in den Hutongs, war man nicht in Beijing!  Der Name „Hutongs“ bezeichnet die alten Viertel mit engen Gassen und traditioneller Wohnbebauung, wie zum Beispiel die Wohnhöfe (Siheyuan). Leider gestaltet die Stadtverwaltung das Zentrum um, so dass immer mehr neue Hochhäuser entstehen und die Hutongs verdrängen. Die meisten Hutongs befinden sich in einem verfallenen Zustand und durch die engen Gassen können im Notfall weder Rettungswagen noch die Feuerwehr kommen.  Für Touristen wurden einige Hutongs renoviert und modernisiert. Die bekanntesten sind die Viertel nahe des Glocken- und Trommelturms.

Wenn man Beijing besucht, darf man es auf keinen Fall versäumen durch die Hutongs zu spazieren. Wir haben das fast an jedem Abend gemacht. Es eröffnet einem einen wundervollen Blick in die Welt des gestrigen Beijings und zeigt die alte Lebensweise und traditionelle Kultur. Und zeigt den dramatischen Wandel, den Beijing in den letzten Jahren vollzogen hat, auf.

Unser erster Besuch in den Hutongs

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Übersicht: Die 9 häufigsten Fast Food Läden in China

Als wir in China reisten, gingen wir meist Abend groß essen. Mittags wollten wir nur schnell etwas in den Magen bekommen, um schnell weiter besichtigen zu können. Und was eignet sich da besser als Fast Food?

Dieser Artikel stellt Euch die verschiedene Fast Food Läden in China vor. Davon gibt es generell zwei Kategorien: Westliche Ketten, wie Kentucky Fried Chicken oder Pizza Hut und asiatische Ketten, wie Mr. Lee und Yonghe King.

Asiatische Ketten:

Yonghe King

Fast Food008Die Kette mit einem ähnlichen Zeichen wie Kentucky Fried Chicken (siehe rechts) war eine Empfehlung unseres Reiseführers. Die Kette kommt großflächig in Beijing vor. In Xi’an und Qingdao konnten wir sie leider nicht entdecken, erst in Shanghai fuhren wir wieder an einem vorbei. Der Kunde bestellt an einem Counter, bevor er sich einen Platz sieht. Der Counter steht bereits im Eingangsbereich. Die Kassiererin hatte gleich eine englische Karte mit Bildern für uns, auf der wir uns verschiedene Menüs aussuchen konnten. Wir bestellten zwei Menüs, einmal Nudeln und einmal Reis mit scharfen Hühnchen und setzen uns. Von unserem Tisch konnten wir in die Küche sehen. Als das Essen kam, waren wir positiv überrascht! Zuerst kamen Arnts Nudeln mit einer sehr leckeren Tofu-Beilage. Nach weiteren fünf Minuten kam dann auch mein Reis. Uns hat es dort sehr geschmeckt und es ist uneingeschränkt weiterzuempfehlen!

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Den detaillierten Bericht unseres Besuchs könnt Ihr hier lesen

 

 

 

 

 

 

Mr. Lee

IMG_2636 IMG_2637In Qingdao wagten wir unser nächstes Experiment und betraten den Fast Food Laden „Mr. Lee“.  Dessen Logo und das Logo von Kentucky Fried Chicken sehen zum Verwechseln ähnlich aus. Hier bestellt man nicht an einem Counter, sondern am Tisch mit richtiger Speisekarte. Die Einrichtung mit klapprigen Stühlen und Tischen kann man sich wie in einem schäbigen Fast Food Laden vorstellen. Die Karte ist zwar bebildert, aber leider nicht auf Englisch. Also suchten ich mir Nudeln aus und Arnt eine Suppe. Als unsere Bestellung serviert wurde, dachten wir beide: Das haben wir nicht bestellt. Zum einen war es ein und das gleich und zum anderen war es beide Male ein Suppe. Doch die Kellnerin erklärte uns, dass es genau das war, was wir bestellt hatten. Überzeugen konnte sie uns aber nicht wirklich. Die Suppe war ok, aber nicht besonders lecker. Der Beilagensalat war ungenießbar, da er warm serviert wurde. Die Toiletten dort waren die schlimmsten, die wir in ganz China gesehen haben!

Den detaillierten Bericht unseres Besuchs könnt Ihr hier lesen

 

Kungfu

Fast Food013 Fast Food012Unser nächster Versuch eines chinesischen Fast Food Lokals führte uns in eine Filiale der Kette Kungfu. Hier konnten wir wieder traditionell an einem Counter bestellen. Leider aber wieder nur mit Bildern, es gab keine englische Karte. Lange standen wir davor und überlegten uns, was für Gerichte das sein konnten. Welches Menü enthielt Fleisch? Und vor allem welches Fleisch? Eine Innereien-Überraschung wollte vor allem ich vermeiden.  Wir entschieden uns und staunten als unsere Tabletts mit immer mehr und mehr Schüsseln bepackt wurden. Wir bekamen wieder warmen Salat, Wurstbällchen, eine Hühnerbrühe mit Knochen und jeder sein Hauptgericht und viel Reis. Arnt hatte komisch aussehende Rinderstreifen, ich Hühnchen. Leider war meines kalt und es schmeckte nicht.

 Den detaillierten Bericht unseres Besuchs könnt Ihr hier lesen

 

Westliche Ketten:

Starbucks

Fast Food023Starbucks ist der Retter aller Kaffee-suchenden Touristen in China! Es gibt ihn praktisch an jeder Ecke und das Sortiment ist größtenteils so wie in Deutschland. Das gilt genauso für die Einrichtung und – ganz wichtig – die Toiletten. Die Starbucks Mitarbeiter sprechen fast alle akzeptables Englisch und servieren Kaffee mit Milch, Croissants mit Schinken und Käse und Muffins. Der Himmel auf Erden 😉 Und für alle mit einem chinesischen Handy gibt es auch kostenloses W-LAN. So starteten wir gerne in den Tag!

Den detaillierten Bericht unseres Besuchs könnt Ihr hier lesen

 

Kentucky Fried Chicken

Fast Food020Kentucky Fried Chicken ist bei den Chinesen extrem beliebt und daher auch überall zu finden. Die Läden ähneln deutschen KFCs sehr und die Angestellten haben immer eine englische Karte für Ausländer parat. Zwischen „scharf“ und „nicht-scharf“ konnten wir aber nicht wie in Deutschland wählen – in China gibt’s einfach immer die scharfe Version. Die meisten Gerichte sind auch für den chinesischen Gaumen etwas abgeändert worden, so befindet sich im Wrap die dunkle Sauce mit der man auch die Pekingente ist. Ein weiteres Beispiel: der „Sichuan-Burger“.

 

Burger King & Subway

Burger King gibt es in China ebenfalls, aber nur sehr selten. Insgesamt haben wir nur zwei auf unserer Reise erspähen können und waren in keiner Filiale. Das gleiche gilt für Subway, die es aber etwas häufiger gab.

 

McDonald’s

Fast Food021Als wir durch China reisten, versuchten wir McDonald’s mehrere Male, doch leider meistens erfolglos. Der Grund dafür war, dass es genau zu jener Zeit in China einen Gammelfleisch-Skandal gab, von dem besonders die Kette mit dem goldenen „M“ betroffen war. Daher konnten sie kein Fleisch anbieten. Ganz schön doof für eine Burger-Kette… Daher probierten wir Fishmacs (schmecken wie daheim), einen asiatischen Chickenburger (lieber nicht) und McFlurry. Außerdem wurden wir ein regelmäßiger Besucher der Toiletten, die meist ok waren. Bei McDonald’s also am besten auf altbewährtes zurückgreifen, das schmeckt!

 

Pizza Hut

Fast Food018 Fast Food019 Fast Food016In Shanghai probierten wir zu guter Letzt noch den Pizza Hut aus. Während man in dieser Kette in Deutschland einem normalen Fast Food Restaurant sitzt, ist das Ganze in China viel edler aufgezogen. Wir fühlten uns wie in einem „richtigen“ Restaurant. Die Karte war auch anders als wir es kannten. Es gab viele Nudeln und andere Gerichte, erst ganz zum Schluss kamen die Pizzen von denen es ca. acht Stück zur Auswahl gab. Da fiel die Entscheidung einfach und wir teilten uns eine „große“ Pizza (in der Karte stand 2-3 Personen), die in Deutschland als eine Portion gegolten hätte.

 

FAZIT

Die meisten chinesischen Fast Food Restaurants sind für Chinesen entworfen. Die Gerichte schmecken daher meistens dem europäischen Gaumen nicht so sehr. Die Ausnahme hierbei ist Yonghe King. Hier lohnt sich der Besuch auf alle Fälle!

Die westlichen Fast Food Ketten haben sich dem chinesischen Markt angepasst und man bekommt nicht immer das, was man aus Deutschland kennt. Trotzdem sind sie eine „sichere“ Alternative, wenn der schnelle Hunger kommt.

 

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Kong Hun – die Angst vor der Ehe

Auf unserer Reise in China sahen wir immer wieder Brautpaare, die ein Hochzeitsfoto von sich machen ließen. Bereits in Beijing am Himmelstempel posierte eine Braut und in Qingdao vor der deutschen Kirche waren es sogar mehrere. Während in Deutschland es oft ungewöhnlich ist, eine Braut in der Öffentlichkeit zu sehen, schien es dort gang und gäbe zu sein. Und das obwohl das Land mit einer steigenden Scheidungsrate zu kämpfen hat.

Vor zehn Jahren wurden die Regelungen für eine Scheidung drastisch gelockert. Zuvor mussten die Personalabteilung des Arbeitgebers sowie das Nachbarschaftskomitee zustimmen. Doch normalerweise versuchten diese alles in ihrer Macht stehende, die Scheidung zu verhindern. Außerdem war eine Scheidung eine tiefe Schande und stand für das „Versagen im Leben“. Natürlich wurde den Frauen die Schuld in die Schuhe geschoben, wenn eine Ehe scheiterte.

Das heutige Bild zeigt genau das Gegenteil: Der Großteil der Scheidungen beruht auf dem Fremdgehen der Ehemänner. In China ist es für wohlhabende Männer üblich sich in einer anderen Stadt eine Zweitfrau zuzulegen. Das Gesellschaftsbild hat sich gewandelt und es ist heutzutage keine Schande mehr sich scheiden zu lassen und die vereinfachten Prozeduren vereinfachen den Schritt sogar noch.

Die hohe Scheidungsrate wird in den chinesischen Medien oft behandelt und inzwischen hat sich ein neuer Begriff geprägt: Kong Hun. Dies steht für eine neue Einstellung junger Leute. Wozu noch heiraten, wenn man sich später sowieso wieder scheiden lässt?

Ein weiterer Grund für die hohe Rate sind Scheinscheidungen. Während in Deutschland Scheinehen bekannt sind, lassen sich in China Eheleute scheiden, bleiben aber als Paar zusammen. Das hängt mit gesetzlichen Bestimmungen zusammen. Aufgrund des Wohnungsmangels darf ein Ehepaar nur eine Wohnung besitzen. Wenn also zum Beispiel den Kindern eine Wohnung geschenkt werden soll, geht das nur mit einer Scheidung.

Mondfest

Heute fand in China das Mondfest statt. Es ist auch unter dem Namen Mittherbstfest bekannt. Der Name bezieht sich auf die Tatsache, dass der Mond um diese Zeit runder und heller erscheint als sonst. Es ist das zweitwichtigste Fest nach dem Frühlingsfest.

Im antiken China fanden die Einwohner schnell heraus, dass die Bewegungen des Mondes mit den Jahreszeiten und somit mit der Ernte in Zusammenhang standen. Sie bedanken sich daher beim Mond und feiern ihre Ernte. Davon wird auch ein Teil dem Mond geopfert.
Während den Festtagen kommt die Familie zusammen, um den Vollmond zu bestaunen und ihm zu danken und Mondkuchen zu essen. Es existieren in einigen Regionen Bräuche wie Laternen und Drachen- und Löwenkämpfe.

Der Mondkuchen ist das traditionelle Essen des Mitherbstfests. Die Chinesen opfern dem Mond dn Kuchen und essen ihn. Je nach Region gibt es den Kuchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Sie sind rund und stellen die Zusammenkunft der Familie dar.

Als wir in China waren (im August) gab es bereits überall Mondkuchen zu kaufen. Sie waren in hübschen Schachteln ausgestellt und es gab sie in allen Farben. Diese Schachteln kosten durchschnittlich 50 Euro mit ungefähr acht Mondkuchen. Das war für uns viel zu teuer, aber wenn man bedenkt wie niedrig das Preisniveau in China sonst ist, ist es für die Chinesen eine sehr große Ausgabe, die ihnen sehr wichtig erscheint. Wir fanden sie im Supermarkt, wie auch bei Starbucks, wo wir sie probierten. Sie hatten einen Marzipan-ähnlichen Geschmack und hatten verschiedene Füllungen.

 

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Hunde essen

„In China isst man doch Hunde!“ Wer kennt dieses Vorurteil nicht? Ist das wahr? Jein! Es gibt tatsächlich noch Gegenden in China, wo Hundefleisch gegessen wird. In Yulin gibt es diese Delikatessen sogar am jährlichen Hundefleischfestival.

Das ist aber die Ausnahme. Die meisten Chinesen essen keine Hunde (oder Katzen) und finden das auch eklig. Stattdessen haben viele einen treuen Hundebegleiter an ihrer Seite. Besonders beliebt sind braune Zwergpudel. Die Chinesen lieben ihre Haustiere und kümmern sich gut um sie. Hier ein kleines Beispiel zum Thema „Hunde essen“:

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Weitere Bilder von Hunden in China:

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Wie man den Abend in China verbringt

In China verbringen die Einwohner ihre Abende gerne im Freien und in geselliger Runde. In den Hutongs stellen die Pekinger gerne nach Feierabend ihre Grills direkt vor ihre Tür und laden ihre Nachbarn zum Abendessen ein. Es stört sie nicht im geringsten, dass Touristen – chinesische und ausländische – an ihnen vorbeiströmen. Manche stellen auch ihren eigenen Hotpot auf und es sieht so lecker aus, dass Vorbeigehende sich zurückhalten müssen nicht mitzunaschen.

Eine andere Freizeitbeschäftigung ist Sport. Körperliche Betätigung wird spätestens seit den Olympischen Spielen 2008 in Beijing groß geschrieben. Auf öffentlichen Plätzen und auf Bürgersteigen stehen bunte Sportgeräte für jedermann bereit. Die Chinesen benutzen diese auch stets während Passanten vorbeigehen und zuschauen.

Die schönste Beschäftigung für Chinesen an lauen Sommerabenden ist das Tanzen im Park. Dort treffen sich meist ältere Damen, drehen die Musik laut auf und tanzen eine Choreographie zusammen. In Beijing schauten wir auch Paartänzen zu. Wir waren total verzaubert.

Ich finde es generell sehr schön, dass sich die Chinesen in ihrer Freizeit nicht zurückziehen. Sie treffen sich mit Freunden und Bekannten auf der Straße oder im Park – nicht wie in Deutschland im eigenen Garten.

 

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Nackte Bäuche

Als wir in China ankamen, regnete es. Am nächsten Tag klarte es auf und es wurde richtig heiß. Und mit der Hitze kamen auch die Bäuche. Erst nur hie und da und plötzlich schwabbelten sie uns von überall entgegen: Chinesische Männer ziehen sich das T-Shirt hoch über ihren Bauch und lagern es darüber. Besonders oft sieht man auch dicke nackte Bäuche, aber es gibt natürlich auch schlanke. Bei den chinesischen Frauen konnten wir das nicht beobachten. Die Männer schienen nur darauf zu warten, dass die Sonne herauskam, um dann ihr Shirt hochzuschieben. Ihren dicken nackten Bauch trugen sie mit viel Stolz vor sich her.

In China dürfen Männer einen Bauch haben, denn er steht für Häuslichkeit und Vermögen.

Obwohl wir die Bäuche in ganz China bestaunen durften, stehen anscheinend nicht alle voll dahinter. Die Pekinger Stadtverwaltung schämt sich sogar dafür und versucht den Bauchträgern ihr Hobby auszutreiben.

 

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Ungesundes China

Die weltweit ungesündeste Stadt befindet sich in China und ist sogar die Hauptstadt Beijing. Das stellte keine internationale Behörde fest, sondern das chinesisch staatliche „Chinese Center for Disease Control and Prevention”. Offenbar leiden die Einwohner unter mehr umweltbedingten Krankheiten als Einwohner anderer Städte – und das weltweit.

Gerade ältere Mitbürger erkranken häufiger daran. Das liegt zu einem großen Teil an den hohen Umweltbelastungen. Ein weiterer Grund ist die immer wieder schwankende Lebensmittelqualität. Die jüngsten Beispiele hierfür ist mangelhafte Milch und gammeliges Fleisch, was zu einem Skandal führte.

Überraschenderweise befinden sich in der Liste der gesündesten Städte laut Travelbook auf den vorderen Rängen asiatische: Singapur und Tokio.

Neues von Uli in Shanghai

Mein Bruder lebt sich langsam in Shanghai ein und lernt mit dem chinesischen Alltag umzugehen.  Das Essen findet er weiterhin lecker – wen wundert’s ;). Zu kämpfen hat er vor allem mit den katastrophalen Internetverbindungen und der Zensur – uuuuuund den Toiletten. Als Europäer hat man’s einfach nicht leicht bei dem Thema 😀

http://ulishanghai.blogspot.de/

 

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Auf der Suche nach dem umgefallenen Sack Reis